WIE ICH ARBEITE

Ich baue nichts, das nur funktioniert, solange ich da bin.

Ich komme ohne fertige Meinung darüber, wie man einen Betrieb führt. Erst sehe ich mir an, wie euer Betrieb arbeitet, und höre, was das Team sagt. Was sich ändern soll, entwickeln wir danach zusammen.

DER ABLAUF

Die Beratung in drei Teilen, und was danach kommt

Wenn etwas nicht läuft und die Ursache unklar ist, probieren die meisten etwas aus: eine neue Kasse, weil die alte im Verdacht steht, oder eine Stelle mehr, weil alle überlastet sind. Beides kostet Geld, ohne dass hinterher jemand sagen kann, ob die Kasse oder die Stelle der Grund war, und wenn die Ursache woanders lag, kommt das Problem teurer zurück.

Deshalb steht am Anfang die Beobachtung und noch kein Vorschlag.

Wie sich das auf Aufträge und Kosten verteilt

WORAUF ICH ACHTE

Fünf Dinge, die man nur in der Schicht sieht

In welchem der fünf Punkte das Problem sitzt, weiß ich vorher nicht, deshalb achte ich auf alle.

Im Bericht steht als Befund nur, was mindestens zwei der drei Blickwinkel zeigen, also deine Beschreibung, die Aussagen des Teams und meine Beobachtung. Was ich nur vermute, steht als Vermutung drin. Außerdem halte ich fest, was bei euch gut läuft, weil sich Neues am leichtesten an etwas anschließen lässt, das schon funktioniert.

VORFALL ODER MUSTER

Was einmal passiert, ist ein Vorfall. Was an drei Tagen bei drei verschiedenen Leuten passiert, ist ein Muster.

DAS TEAM

Die Antwort kommt von denen, die damit arbeiten

Wer jeden Tag im Service oder in der Küche steht, weiß meistens genauer als jede Auswertung, woran ein Ablauf hakt. Viele Umwege entstehen an Stellen, an denen die Leitung selten steht, und wer dort arbeitet, hat oft schon eine Idee, wie man das ändern könnte.

Dazu kommt, dass eine Regel, die jemand anders aufgeschrieben hat, umgangen wird, sobald der Laden voll ist. Was das Team mitentschieden hat, hält auch dann, wenn der Laden voll ist. Deshalb kommt das Team in jeder Beratung zu Wort, und am Ende sitzen alle zusammen an einem Tisch, du eingeschlossen.

Das Team berät, du entscheidest, und das ist von Anfang an klar. Wer einmal gefragt wurde, was nicht läuft, und danach nichts passieren sieht, sagt beim nächsten Mal nichts mehr. Zur Beteiligung gehört deshalb auch deine Zusage, danach etwas zu ändern.

Für alle, die mitreden, gilt: Niemand wird einzeln bewertet, Gespräche sind freiwillig, und was das Team beschließt, steht getrennt von dem, was ich empfehle.

DIE HALTUNG

Gebaut für den vollen Betrieb

Was wir einführen, muss auch bei vollem Laden funktionieren. Eine Kasse mit niedrigeren Gebühren kann die teurere sein, wenn bei vollem Betrieb jeder Bon ein paar Klicks länger dauert und Gäste warten.

Woran ich messe, was wir einführen

Bevor etwas im Betrieb eingeführt wird, muss es an diesen Grundsätzen vorbei. Sie kommen aus neun Jahren Gastronomie, zuletzt als Geschäftsführerin, und aus dem, was ich in Betrieben immer wieder scheitern sehe.

Rollen nach Stärken

Jede Person steht dort, wo sie am stärksten ist, und niemand muss alles können. Damit trotzdem jemand einspringen kann, müssen das Wissen geteilt und der Ablauf klar sein, sonst bricht bei jedem Ausfall die Schicht zusammen.

Weniger Kommunikation, nicht mehr

Struktur soll Absprachen ersparen, nicht neue erzeugen. Wenn am Ende mehr Meetings stattfinden als vorher und der Gruppenchat voller läuft, war es das falsche Werkzeug. Das ist ein Maßstab, an dem du mich messen kannst.

Das Warum gehört zu jeder Regel

Wer nur weiß, was zu tun ist, steht still, sobald die Lage etwas anders ist. Deshalb steht in jedem Ablauf, den wir bauen, auch das Warum. Ein Team, das den Grund kennt, kann mitdenken.


Kein Idealmodell

Jeder Betrieb ist anders gewachsen. Eine Routine, die in einem Laden trägt, scheitert im nächsten, und Abläufe, die nicht zum Betrieb passen, benutzt nach ein paar Wochen niemand mehr. Deshalb baue ich auf dem auf, was bei euch schon funktioniert.


Die Ursache liegt selten bei einer Person

Wenn nacheinander fünf Servicekräfte gehen, liegt das selten an den fünf. Dann lohnt der Blick darauf, wie ihr die Stelle ausschreibt, neue Leute einarbeitet und sie haltet. Sonst wiederholt sich dasselbe mit der nächsten Person.

ABGRENZUNG

Was diese Beratung nicht ist

Kein Audit

Ein Audit prüft, ob ihr einen Standard einhaltet, den jemand anders aufgeschrieben hat. Mich interessiert, warum es bei euch so läuft, wie es läuft.

Kein Testbesuch

Ein Testbesuch bewertet aus Gastperspektive, was am Tisch ankommt. Ich sehe auch das, was hinter der Tür passiert, in der Küche, im Büro und im Dienstplan.

Keine Umfrage als Beweis

Eine Mitarbeiterumfrage zeigt, was Leute über ihre Arbeit sagen. Was sie tun, ist oft etwas anderes. Deshalb ist die anonyme Umfrage bei mir eine Suchhilfe, die zeigt, wo ich genauer hinsehen muss, und kein Beleg.

Keine Auswertung nur aus Zahlen

Aus einer Auswertung sieht man, dass der Personaleinsatz zu hoch ist. Woran es liegt, steht dort nicht.

DIE GRENZE

Wo meine Arbeit aufhört und wer dann übernimmt

Karte, Küche und Konzept bleiben eure Entscheidung, genauso wie die Frage, wer bleibt und wer geht. Standort und Preisniveau, Steuerberatung, Verträge und Hygienerecht gehören in andere Hände, und ein Streit zwischen zwei Personen, der an keiner Zuständigkeit hängt, ist ein Fall für ein Coaching. Wenn wir an so eine Grenze kommen, sage ich das und vermittle weiter.

Für alles, was außerhalb meiner Arbeit liegt, arbeite ich mit Leuten zusammen, die das seit Jahren machen: Steuer- und Rechtsberatung, Kassen und IT, Design, Foto und Film, Sommeliers und Bartender. Wer dazukommt, entscheidet sich am Thema.

Am besten passt die Arbeit zu inhabergeführten Betrieben in Hamburg und Umgebung, mit einer Leitung, die selbst mitarbeitet. Wenn ein Betrieb gerade akut in der Krise steckt oder niemand von außen hereinschauen soll, sage ich das im Erstgespräch.